Die Anzahl der überschuldeten Privatpersonen in Deutschland hat sich zwar seit dem Jahre 2007 wieder etwas erholt, dennoch waren 2013 noch knapp 6,58 Millionen Menschen verschuldet. (Quelle: Statista) Diversen Haushalten fällt es auch zunehmend schwieriger, ihre Schulden gezielt abzubauen. Hier dürften vorallem auch die erhöhten Lebenserhaltungskosten der letzten Jahre einen relevanten Grund ausmachen. Doch wo kann ein erster Lösungsansatz gefunden werden, wenn diverse Schuldnerberatungen eben auch Kosten verursachen? Die Antwort könnte bei der bekannten Hilfsorganisation Caritas liegen, diese u.a. auch eine absolut kostenlose Beratung zum Schuldenabbau anbietet, was durchaus löblich erwähnt werden muss.

Das Wort "Caritas" ist vom lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie Nächstenliebe oder Wohltätigkeit. Die durch und durch sozial eingestellte Hilfsorganisation wurde im Jahre 1897 von Lorenz Werthmann in Köln gegründet und splittet sich nun weltweit in mehreren Verbänden ab, diese es sich zur Aufgabe machen, Menschen in Not zu helfen.


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Gratis Schuldnerberatung der Caritas in Berlin Mitte

Als erstes muss man natürlich bedenken, dass Schulden nicht gleich Schulden sind und sich dies in mehrere Grade absplitten lässt. Aus diesem Grund wird zusammen mit der Caritas zuerst ein übersichtlicher Plan aufgestellt, der alle Ausgaben sowie Einnahmen genau unterstreicht, damit man potentielle Schwachstellen erkennen kann und somit auch den ersten Weg ebnet, um endlich die Schuldenfreiheit antreten zu können. Bei der Caritas Schuldnerberatung in Berlin an der Hamburger Straße 18 handelt es sich übrigens um eine anerkannte Schuldnerberatung, die natürlich auch Ihnen gerne zur Seite steht, falls Sie Probleme mit Schulden haben sollten. Dies sei nur erwähnt, da die Caritas-Schuldnerberater auch nachfolgend Insolvenzberatungen durchführen dürfen und somit auch in diesem Bereich hilfreich zur Seite stehen. Vor allem psychosoziale Betreuung sei das Ziel der weltweiten Organisation, da Schulden "einsam" machen. Es sei auch ebenfalls noch darauf hingewiesen, dass diese beschriebene Schuldnerberatung der Caritas für den Berliner Bezirk Mitte vorgesehen ist, andere Bezirke dürfen leider an dieser besagten Stelle nicht beraten werden, was durch die enorme Menge an Anträgen natürlich verständlich ist.

Wird bei der anfänglichen Haushaltsplan-Aufstellung festgestellt, dass die Schulden unmöglich getilgt werden können, wird damit begonnen, einen Insolvenzantrag auszuarbeiten (dieser sich übrigens über 35-Seiten erstreckt) und natürlich über den ganzen Sachverhalt aufzuklären. Der Schuldner muss natürlich mit dem zuständigen Caritas-Berater gemeinsam kooperieren und zunächst alle Unterlagen, Belege sowie Gehaltsnachweise einreichen. Nachfolgend werden auch alle Gläubiger des Schuldners vom Berater informiert und diese stellen ihre Forderungen an die Schuldnerberaterstelle. Je nach Grad wird nun eine Einigung erzielt oder die Insolvenz eingereicht, falls der Schuldner zahlungsunfähig ist und keinerlei Werte in Besitz führen sollte. Die Caritas Berlin hat die staatliche Erlaubnis zur Insolvenzberatung. Dies beinhaltet eine Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen außergerichtlichen Einigung mit dem Gläubiger sowie der "Begleitungs-Vorgang" bei der Verbraucherinsolvenzantragstellung, diese bishin zur Restschuldbefreiung reicht. In Regelinsolvenzverfahren kann aktuell nicht beraten werden, hierzu zählen u.a. selbständige Unternehmer.

Die Schuldnerberatung der Caritas ist kostenlos und wird von der katholischen Kirche sowie vom Bezirksamt Mitte finanziert. An der Schuldnerberaterstelle in Berlin arbeitet derzeit beispielsweise ein 6-köpfiges Team, dieses zusammen mit Herrn Wahrmann monatlich rund 350 Beratungen durchführt. Pro Vollzeitberater werden jährlich etwa 100 "feste" Klienten vorsorglich betreut und beraten. Laut Aussagen der Caritas Berlin handelt es sich bei den meisten Betreuungen um sogenannte Kurzberatungen, diese sich im Durchschnitt auf 1-3 Sitzungen beschränken. Diese Klienten kommen nach diesen Beratungsterminen vorerst alleine zurecht. Es sei auch noch löblich erwähnt, dass die teils eher komplizierten Insolvenzanträge vom Berater selbst ausgefüllt werden, da es in der Vergangenheit bereits öfter vorgekommen sei, dass viele falsch ausgefüllte Anträge vom Amtsgericht einfach zurückgeschickt wurden.

Bei Schulden aktiv werden und sich "trauen"

Die Gefahr, in eine Schuldenfalle zu tappen ist größer, als man denkt, doch das eigentlich schwierige an diesem Thema ist es sicherlich, den Mut aufzubringen und den Gang zur Schuldnerberatung der Caritas zu wagen. Es ist kein Geheimnis, dass viele Schuldner bei diesem sicherlich auch unangenehmen Thema gewisse Schamgefühle plagen, doch das ist absolut nicht nötig, denn die Caritas steht einem als Freund zur Verfügung, dieser einem nicht im Stich lässt, insbesondere in schlechten Zeiten.