Schweiz: Gebühren für Migros-Kreditkarte steigen

Das Kooperations-Angebot von Migros und Cumulus möchte die Gebühren für offene Beträge der Kreditkarte deutlich erhöhen. Der zuständige Konsumentenschutz spricht sogar von "Etikettenschwindel".

Kunden der Cumulus Mastercard Kreditkarte staunten wohl nicht schlecht, als Sie kürzlich die Mitteilung erhalten haben, dass für ihre Kreditkarte ab Juni 2017 neue Bedingungen gelten, die es vor allem für offene Beträge in sich haben. Konkret wird der Herausgeber den Zinssatz von 9,9% auf nunmehr satte 11,95% anheben, was sich im Kreditkarten-Sektor ziemlich an der Grenze bewegt. Erlaubt sind nämlich maximal 12 Prozent. Die Stiftung für Konsumentenschutz kann diese Änderungen absolut nicht nachvollziehen, da wir uns derzeit in einer Niedrigzinsphase bewegen.

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Cumulus Mastercard: Kostenlose Kreditkarte wird zur Kostenfalle?

Leider ist die Anpassung des Sollzinssatzes nicht die einzige negative Nachricht für Cumulus Kunden, denn aktive Punkter erhalten nun außerhalb der Migros weniger Boni auf das Punktekonto gut geschrieben. So ist es nun notwendig für 1 Punkt gleich 3 Schweizer Franken auszugeben statt wie bisher 2 Schweizer Franken. Desweiteren steigen auch die Gebühren für die Papier-Rechnung von 1,5 auf 1,95 Schweizer Franken im Monat an. Cumulus erklärt den Preisanstieg der Kreditkarte mit steigenden Kosten für das operative Geschäft.

Angesichts der Änderungen dürften sich wohl einige Kunden nun für eine Kündigung der Cumulus Mastercard Kreditkarte entscheiden. Schon alleine, da diverse Schweizer Konkurrenzprodukte günstiger sind (z.B. die Supercard Plus).