Ab Oktober 2014 gibt es bei der Lufthansa neue Miles & More Kreditkarten im Portfolio. Neben der Blue Card sowie der Gold Card dürfte der bekannteste Vertreter darunter die sogenannte Miles and More Credit Card White sein. Im teils unübersichtlichen Kreditkarten-Dschungel gibt es jede Menge an Bonusaktionen oder Möglichkeiten, um mit der Karte sowie den entsprechenden Umsätzen damit zusätzlich Punkte zu sammeln, die man nachher in Prämien umtauscht oder sich einen Barbetrag auf sein Konto überweisen lässt. Die Miles & More Kreditkarten der Lufthansa eignen sich jedoch ganz speziell für Vielflieger, diese profitieren natürlich am meisten davon.

Für Vielflieger, diese auf der Suche nach einer guten Kreditkarte sind, spielen zum Teil gute Versicherungen sowie ein gutes Meilen-Punkte Ratio eine entscheidende Rolle. Nach Aussagen der Lufthansa plante man mit den 3 neuen Karten eine Aufwertung der jeweiligen Services, diese wurde allerdings bereits jetzt vom bekannten Test-Portal Stiftung Warentest angezweifelt (siehe folgenden Bericht) und die Karte als "teuer" eingestuft. Welche Vorteile man dennoch damit hat oder auf welche Änderungen neue Kunden besonders achten sollen, schauen wir uns heute in einer Übersicht an.


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Miles & More Kreditkarte White: Nur ein Statusobjekt für den Geldbeutel?

Bereits im Vorfeld sollte man Wissen, das durch die neue Einführung der 3 oben genannten, neuen Kreditkarten von Miles and More die Classic Karte komplett aus dem Angebot genommen wird/wurde. Kommen wir zuerst zu einem äußerst negativen Punkt, dieser bei der White Card sowie auch den anderen Produkten eingeführt wurde. Die Rede ist nämlich von der Abschaffung der unbegrenzten Meilengültigkeit. D.h. gesammelte Meilen-Punkte verfallen nach 36 Monaten komplett. Ist man jedoch im Besitz der Miles & More Blue Card Kreditkarte und kann mindestens 3000 Prämienmeilen nachweisen, so sind diese zeitlich noch unbegrenzt, dies gilt auch für die Partnerkarte. Mit der Miles & More Credit Card Gold verfallen allerdings keine Meilen. Ein weiterer Negativpunkt der White Card ist auch das Umsatz-Prämien Verhältnis. Und zwar erhält man mit der White Kreditkarte nur nach 2.- Euro Umsatz 1 Meile gut geschrieben, bei den anderen Karten ist das Verhältnis jedoch 1:1, sprich für einen Euro Umsatz erhält man eine Prämienmeile. Alleine durch die Tatsache dürften für viele Neukunden von Miles & More eher die Blue sowie Gold Card in Frage kommen. Ein Vielflieger kann die White Card unserer Meinung nicht effektiv genug nutzen.

Gebühren und Kosten der Miles & More Kreditkarte White

Ein weiterer Abschreck-Faktor dürften auch die nach wie vor hohen Gebühren sein, die bei der Bargeldverfügung im Ausland anfallen. Möchte man nämlich hier beispielsweise bargeldlos bezahlen oder einfach nur Geld abheben, so fallen Kosten an, diese bei Konkurrenzprodukten nicht vorhanden sind. Der Karteneinsatz im Ausland schlägt mit einer Gebühr von satten 1,25-1,75% vom gesamten Umsatz zu Buche. Hebt man an einem Automaten im Ausland mit seiner Kreditkarte Geld ab, so fallen gleich 2-3% vom Umsatz oder mindestens 5.- Euro an, bei 1000.- Euro entspricht dies schon 30.- Euro, was einen unakzeptablen Wert darstellt. Auch Überweisungen mit der Miles & More Karte kosten 2,5% vom Umsatz.

Die Jahresgebühren der White Card betragen 25.- Euro, für die Blue Card hingegen werden 55.- Euro fällig und für den Gold-Ableger gleich 100.- Euro. Alle 3 Karten bieten auch eine Guthabenverzinsung, diese ist mit 0,9% bis einem Betrag von 300.000.- Euro festgesetzt, darüber gibt es nur noch 0,5% pro Jahr an Verzinsung für seine Kreditkarte.